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Lavendelblüten Foto von Jürgen Cristiaan Jacobsen

Darmgesundheit

Das Verdauungssystem

Das Verdauungssystem ist ein wichtiger Mittelpunkt unserer Gesunderhaltung. Viele Beschwerden, die auf den ersten Blick nicht mit dem Darm in Verbindung gebracht werden, haben genau dort ihre Ursache. Wie ist das zu erklären?

Der Darm, unser etwa 5 – 6 m langes, schlauchförmiges Organ, hat durch seine besondere Zottenstruktur der Schleimhäute mehrere hundert Quadratmeter Oberfläche, die eine Doppelfunktion erfüllen:

Zum einen ist diese Schleimhaut eine wichtige Barriere zum Blut (Abwehrfunktion) und zum anderen die Übertrittsstelle für Nährstoffe ins Blut (kontrollierte Durchlässigkeit). Diese Gratwanderung kann nur von einer intakten Darmschleimhaut geleistet werden. Eine geschädigte Schleimhaut macht sich nicht unbedingt durch Schmerzen oder Verdauungsstörungen bemerkbar. Eine naturheilkundliche Stuhluntersuchung jedoch klärt diese Fragestellung

Die Bedeutung der Darmbakterien: Den maßgeblichen Anteil der Arbeit leistet nicht der Darm selbst, sondern seine Bewohner, die zahlreichen Bakterien. Zusätzlich leben viele nützliche Mikroorganismen an der Darmwand. Sie sind der effektive "Schutzwall" unserer Abwehr und bilden einen dichten "Rasen" auf der Schleimhaut, so dass Krankheitserreger nicht an der Schleimhaut andocken oder gar eindringen können. Zusätzlich sind viele Arten dazu in der Lage, Abwehrstoffe zu bilden, die das Erreger-Wachstum hemmen oder die Eindringlinge sogar abtöten.

Fazit: Eine intakte Darmflora ist eine wichtige Bedingung für ein intaktes Immunsystem.

Eine sog. "Darmsanierung" sollte nicht ohne Befunderhebung (Stuhldiagnostik) durchgeführt werden, denn das Zuführen von Bakterien, die nicht im Mangel sind, können ebenfalls das Gleichgewicht stören und Beschwerden verursachen.

Viele Einflüsse können das Gleichgewicht durcheinander bringen: Fehlernährung, zu reichlicher Gebrauch von Abführmitteln und Medikamenten, aber auch Infektionen, chronische Erkrankungen und Stressfaktoren beeinträchtigen die Situation im Darm. Eine veränderte Darmflora kann also ein erster Hinweis auf Störungen oder Erkrankungen sein.

Auch Unverträglichkeiten gegen Nahrungsmittel stehen im Zusammenhang mit der Darmgesundheit. Allein in Deutschland leiden 30 – 40 % der Menschen unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Leider wird dies häufig nicht erkannt.
Wichtig zu wissen: Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme stehen, treten nicht (!) immer unmittelbar nach dem Essen auf (wie das bei der klassischen Allergie vom Soforttyp bekannt ist). Oft vergehen eher Stunden bis Tage - die Symptome lassen sich deshalb nicht eindeutig dem betreffenden Lebensmittel zuordnen. Aus diesem Grund bleiben die Ursachen häufig ungeklärt und damit unbehandelt. Mit Hilfe eines einfachen Bluttests werden die Nahrungsmittel gefunden, die für die Unverträglichkeitsreaktion verantwortlich sind.

Mögliche Symptome einer unerkannten Nahrungsmittelunverträglichkeit können sein: Atemwegsbeschwerden, Bluthochdruck, chronische Müdigkeit, Depressionen, Gelenkbeschwerden, Hautausschläge, Hyperaktivität, Infektanfälligkeit, Juckreiz, Kopfschmerzen, Übergewicht … und natürlich kann es auch zu Verdauungsbeschwerden kommen.

Neben dem Klären von Krankheits-Ursachen kommt der Stuhldiagnostik auch eine wichtige präventive Bedeutung zu. Denn vollständige Nährstoffaufnahme und intakte Abwehrleistung beginnen im Darm.

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Apfel am Baum Foto von Jürgen Cristiaan Jacobsen Lübeck